my concert journey

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Nachdem es über ein Jahr lang ruhig um die Band Kraftklub, bestehend aus den 5 Chemnitzer Jungs Felix Brummer, Till Brummer, Steffen Israel, Karl Schumann und Maximilian Marschk war, brachten sie im Juni diesen Jahres ein neues Album raus. Unter dem Titel "Keine Nacht für Niemand" erschien am 2.06.2017 das dritte Studioalbum der Band. Darauf folgten ein paar Festival Shows und nun endlich wieder eine Tour. Wer meinen Blog schon länger verfolgt weiß, dass ich Kraftklub das letzte Mal (bis auf die Festivals, aber darauf komme ich in einem der nächsten Teile zu sprechen) Anfang 2016 in Prag gesehen habe. Nun war es endlich wieder so weit und es folgten 7 Shows der "Keine Nacht für Niemand Tour". 

Am 24.10.2017 war es endlich wieder so weit und es ging auf das erste Konzert von sieben, die ich bei der aktuellen Kraftklub Tour besuchen würde. Dafür ging es bereits ein paar Tage vorher für mich nach Münster, wo ich zu einer Freundin aus Hamburg fuhr, mit der ich zusammen zum Konzert gehen würde. Meine Freunde und ich verbrachten ein paar sehr schöne Tage in Münster und am Dienstag war es dann endlich so weit. 


Dienstag, 24.10.2017: Konzert 1 von 7 

Anders als bei den meisten Konzerten, die ich besuche, ging es für mich zu diesem Konzert erst nachdem der Einlass begonnen hatte. Da Kraftklub ein breites Spektrum aus Fans haben, machte ich mir jedoch auch keine Sorgen, keine gute Sicht zu haben. Ruhig stellte ich mich mit meinen Freunden in die Schlange vor der Halle in Münster. Nach ca. 15 Minuten des Wartens im Regen ging es endlich rein für uns. Als wir in den Innenraum kamen, war dieser schon relativ voll, doch war es nicht schwer für uns, einen guten Platz zu finden - außerdem war für uns von Anfang an klar, dass wir früher oder später im Moshpit landen würden. 

Da wir erst so spät angekommen waren, mussten wir auch nicht lange warten bis die Lichter zum aller ersten Mal ausgingen und Felix, der Sänger von Kraftklub, auf die Bühne kam, um die Vorband "Gurr" anzusagen. Gurr besteht aus zwei Frauen aus der Hauptstadt Berlin - Andreya Casablanca und Laura Lee. Musikalisch bieten die beiden englischen Garage-Poprock mit Anlehnungen an die Musikstile der 60er und 70er Jahre. Die beiden Mädchen brachten von Anfang an viel Power auf die Bühne und vermittelten dem Publikum direkt einen Grund zum tanzen. Sie spielten, wie die meisten Vorbands, eine halbe Stunde bevor sie wieder die Bühne und das nun aufgewärmte Publikum verließen. Die Show der beiden war sehr süß anzugucken, es war deutlich zu sehen, dass Gurr mit viel Lust und Laune auf der Bühne standen. Auch die Musik der beiden, kam, zumindest bei mir und meinen Freunden sehr gut an - auf jeden Fall etwas für alle, die Fans von Alternative / Indie Rock sind und Lust haben, neue Musik zu entdecken. 


Nachdem Gurr die Bühne verlassen hatten, gingen Musik und Licht in der Halle wieder an und von oben fiel ein Roter "Keine Nacht für Niemand" Vorhang herab, der die Sicht auf die Bühne unmöglich machte. Hinter der Bühne begann der weilen der Umbau der Bühne. Die Zeit, bis das Licht wieder ausging und die Halle sich verdunkelte, vertrieb ich mir mit ein paar netten Gesprächen mit meinen Freunden. Dann ging es endlich los. 

Auf der Bühne ging das Licht an und 5 Silhouetten erschienen groß auf dem Vorhang, als die ersten Klänge einer Gitarre zu hören waren. Kurz danach setzten auch die anderen Instrumente ein und die Melodie von "Hallo Nacht", einem neuen Song, ertönten. Das Publikum in der ausverkauften Halle begann zu jubeln und zu springen als der Vorhang fiel. Von der ersten Minute an gaben alle voll Power und es wurde schnell heiß und schwitzig in der Halle. Über 6000 Menschen sprangen gleichzeitig auf und ab und brachten die Halle zum beben. Ich sprang auf und ab, gemeinsam mit der Masse, und verlor bereits beim dritten Song meine Freunde. Doch ein gerade auf einem Kraftklub Konzert kann man auch alleine sein, ohne sich so zu fühlen. Es dauerte auch nicht lange, bis ich in mitten eines Moshpits stand und versuchte möglichst nicht hinzufallen, da die Masse an Menschen einen durchgehend mit riss - ob nach rechts, links oben oder unten. Nachdem ich zusammen mit tausenden anderer Menschen auf und ab gehüpft bin und aus fast jedem Blickwinkel die Show sehen konnte, da ich nach den Moshpits immer wieder wo anders landete, gab uns die Band zwei Songs Verschnaufpause. Mit "Fan von Dir" und "Leben ruinieren" brachten die 5 Jungs aus Karl-Marx-Stadt die Halle zur Ruhe. Plötzlich wurde nicht mehr wie wild rumgehüpft und Grenzen getestet, sondern der Fokus war auf der Band und dem ruhigen atmen. 

Während die Leute langsam wieder zu einem normalen Atemrhythmus zurückkehrten und sich den Schweiß von den Gesichtern wischten, erleuchtete die Halle in Handylichtern. Wenn ich mich umdrehte schaute ich in lauter heller Lichter, die langsam von links nach rechts und wieder zurück schwanken. Für einen Moment konnte ich runterkommen und die ganze Situation in mich einsaugen, bevor es wieder weiterging mit hüpfen, Texte schreien und versuchen nicht auf dem Boden zu landen. 

Vor dem nächsten Song machte Felix jedoch noch eine Ansage, die auf das, was als nächstes kam vorbereitete. Er redete davon, dass sie gerne länger spielen würden, als sie es tun und, dass dadurch leider viele Songs "vernachlässigt" werden würden und sie sich deshalb eine Lösung ausgedacht hätten: das Glücksrad - für Songs, die nicht fest auf der Setlist stehen. Kurz danach wurde ein Glücksrad auf die Bühne geschoben, mit drei Songs (Koversong, Irgendeine Nummer und Scheissindiedisko) und einer Niete, der Zigarettenpause. Zum drehen nahmen sie sich jemanden aus dem Publikum. Das Rad drehte sich und die Spannung stieg, während das Publikum anfing zu jubeln. Als das Rad hielt fiel mir ein stein vom Herzen, denn mein persönlicher Lieblingssong - Irgendeine Nummer - wurde vom Glück auserwählt. 

Die Band fing an mein Lieblingslied zu spielen und auf einmal war all meine verloren geglaubte Energie wieder da und ich sprang ohne Probleme auf und ab, während schiefe Töne aus meinem Mund kamen. 

Als mein Lieblingssong vorbei war, ging das Licht erneut komplett aus und hinter der Band fuhr ein großes, leuchtendes "K" hoch - passend zum nächsten Song: Band mit dem K. Das K hob die Stimmung noch einmal um das Doppelte an und das Publikum wurde lauter und energischer. Mittlerweile war ich wieder ein bisschen weiter außen vom Geschehen, da ich mir eine kleine Pause verschaffen und eine ungestörte Sicht auf die Bühne haben wollte. Auch an der Seite sprang ich immer noch wie wild herum und schrie die Texte meiner Lieblingsband in der Gegen rum, doch wurde ich dabei nicht von allen seiten geschupst und konnte mir nebenbei endlich mal die Show angucken. Genau zeitlich passend zum Medley aus sowohl alten als auch neuen Liedern. Es war eine gute Mischung aus Snippets von Kraftklub Klassikern. Nach dem Medley fuhr das K wieder runter und die Vorband Gurr kam für einen Coversong auf die Bühne, den sie zusammen mit Kraftklub performten und somit auch Teil der show wurden anstatt Vorprogramm zu bleiben. 

Es folgten sechs weitere Songs - darunter 500k bei dem lauter 500k Scheine durch die Halle geschossen wurden und Chemie Chemie ya, die neuste Single der Band, bevor diese die Bühne verließ und dann hinten wieder auftauchte. Nun stand ich nicht mehr vorne sondern weiter hinten, was mir jedoch nichts ausmachte, da die Bühne, während der ersten Töne von "Ich will nicht nach Berlin" nach oben fuhr und ich so wieder eine perfekte Sicht auf die Bühne bekam. Die Band spielte dort oben drei all-time Kraftklub Klassiker - Ich will nicht nach Berlin, Schüsse in die Luft und Randale. Drei Lieder voller Power, drei Lieder die nochmal alles vom Publikum abverlangten, was selbst zum Ende hin kein Problem für die Leute in der Halle war. Selbst das Runtergehen und wieder hochspringen bei Randale, schien keinem etwas auszumachen. 

Während die Band auf der B-Stage spielte bemerkte ich auf einmal, dass es von der Decke tropfte. Alle Menschen waren Schweiß gebadet und atmeten schwer, wodurch es in der Halle so warm wurde, dass die Decke zu tropfen begann. Das hatte ich zuvor noch nicht mal auf einem kleinen Clubkonzert erlebt und sprach von daher nur für die Band. 

Für die letzten beiden Songs kam die Band wieder nach vorne auf die Bühne und ich ging wieder in die Mitte vom Publikum und tanzte mir die Seele aus dem Leib zu den Liedern "Blau" und "Songs für Liam", die das Ende der Show und der Zugabe einläuteten. Doch die Stimmung sackte nicht ab sondern zog sich nochmal nach oben und das Publikum sowie die Band gaben für das letzte Lied noch einmal alles. 

Als die Show vorbei war und das Publikum sich in halb ausgezogene und komplett in Schweiß gebadete Menschen teilte, konnte ich es kaum erwarten endlich 3 Liter Wasser in mich herein zu kippen und mich irgendwo hinzusetzen. Ich beeilte mich damit, aus der Halle raus, in den Vorraum zu gelangen und traf mich mit meinen Freunden an der Bar, wo ich mir einen Becher Wasser kaufte und in mich hinein schüttete. 

Münster bereitete mir einen ebenso perfekten wie auch anstrengenden Tourauftakt mit meiner Lieblingsband. In den folgenden Tagen würde ich auf noch 6 weitere Konzerte gehen und jeden Konzertbesuch mit einem Besuch bei Freunden verbinden, die mich zu den Shows begleiteten. Total ausgepowert und nur noch an das Bett denkend, fiel ich in der Wohnung der Freundin, die ich in Münster besuchte ins Bett und versuchte diese komplett vielseitige und perfekte Show zu verarbeiten. 6 Tage waren es da noch bis zur nächsten Show, die im Uebel und Gefährlich in meiner Heimatstadt stattfand - doch da wusste ich noch nicht, was mein spontanes Ich noch für mich geplant hatte. 

Als ich am nächsten Tag wieder in Chemnitz in meiner Wohnung ankam plante ich nämlich bereits noch ein Konzert ranzuhängen - Dortmund. Dort spielten Kraftklub am Samstag, den 28.10.2017. Ich hatte Zeit, noch ein wenig Geld und Lust und so wurden aus den eigentlich geplanten 6 Konzerten, die 7 von denen ich die ganze Zeit spreche. Ich hatte also den Donnerstag und Freitag frei, bevor ich mich Samstag früh - nachdem ich am Vorabend auf einem Trettmann Konzert war - wieder auf den Weg zum nächsten Kraftklub Konzert. 

Samstag, 28.10.2017: Konzert 2 von 7  

Nachdem ich mich spontan dazu entschieden hatte, nach Dortmund zu fahren, erreichte ich nach einigen Stunden Fahrt endlich den Hauptbahnhof, wo ich meine Sachen einschloss und mich auf den Weg zur Halle machte - wohl gemerkt war es 13 Uhr. Ich kam an der Halle an und es waren schon einige Leute da, darunter auch einige meiner Freunde, die ich begrüßte und mich dann zu ihnen setzte. Es war nicht sonderlich kalt, doch hätte ich mir trotzdem bessere Dinge vorstellen können, als mal wieder vor einer Halle zu sitzen. Zwischendurch verließ ich mit einer Freundin die Halle, um noch Wein und etwas zu Essen zu kaufen. Wir kamen zurück zur Halle und es waren bereits alle aufgestanden, obwohl es noch ein paar Stunden bis Einlass waren. Wir stellten uns zu den anderen, doch nach ca. einer halben Stunde gingen wir an einen der Seiteneingänge, da dort weniger Menschen standen. 

Wir tranken also an der Seite unseren Wein, unterhielten uns mit vielen netten Menschen und holten uns unsere Bänder für den ersten Wellenbrecher Bereich, da wir das Ziel hatten in der ersten Reihe zu stehen. Um 18 Uhr begann der Einlass und damit das Rennen um die erste Reihe. Ich kannte mich in der Halle nicht aus und lief einfach den Anderen hinterher. In der Halle drinnen, war zum Glück noch Platz ganz vorne, so dass wir in der ersten Reihe stehen konnten - ganz gut, da ich wenig Lust auf Moshpits hatte an dem Tag. Doch nun mussten wir erstmal zwei stunden warten, bis zur Vorband - Von Wegen Lisbeth. 

Von Wegen Lisbeth haben Kraftklub auf dem zweiten Teil der Tour begleitet. sie sind - wie Gurr - aus Berlin, jedoch nicht zwei Mädchen, sondern 5 Jungs. Von Wegen Lisbeth machen deutsche Indie-Pop Musik und waren dieses Jahr auf mehreren Festivals, die ich besucht habe, weshalb ich - anders als bei Gurr - schon viele ihrer Lieder kannte, bevor ich zu der Show gegangen bin. Die Jungs kamen auf die Bühne und spielten, da sie nur wenig Zeit hatten, hauptsächlich ihre bekannten Lieder, doch das schien das Publikum nicht zu stören und die ganze Halle tanzte zu ihren Liedern wie, als wenn wir auf einem Von Wegen Lisbeth Konzert gewesen wären und nicht bei Kraftklub. Textsicher war das Publikum auch. Dadurch, dass der größte Teil der Fans - meine Freunde und mich eingeschlossen - die Band und die Lieder kannten, ging die Zeit sehr schnell um und ich war fast schon traurig, dass sie nicht länger gespielt hatten. Aber ich hatte ja auch noch 5 weitere Male. Die Jungs hatten offensichtlich spaß auf der Bühne und das ist auch bei uns angekommen. 

Nachdem Von Wegen Lisbeth von der Bühne gingen fiel wieder der Vorhang und die Vorfreude, Kraftklub wiederzusehen stieg. Als dann das Licht ausging und erneut die ersten Töne der Gitarre zu hören waren, war ich wieder voller Energie und der lange Weg nach Dortmund sowie das Warten vor der Halle, waren vergessen. Der Vorhang viel und meine Stimmbänder explodierten. Die Setlist unterschied sich nicht wirklich von der in Münster, jedoch stoppte das Glücksrad dieses Mal bei "Scheissindiedisko" und die ganze Halle brach in lautes Jubeln aus. Alle sprangen wie wild rum und genossen ihre Zeit auf dem Konzert. 

In der ersten Reihe hatte ich dieses Mal nicht nur eine perfekte Sicht auf die Band und die Show und konnte all das sehen, was ich in Münster beim feiern im Moshpit verpasst hatte, sondern hatte auch Luft. Ich konnte das Konzert von vorne bis hinten genießen, ohne zwischendurch Pausen machen zu müssen, um zu atmen und runter zu kommen - teilweise wurde mir bei den ruhigen Liedern sogar kalt in meinem T-Shirt. 

Bevor Kraftklub dann Chemie Chemie Ya spielten, ließen sie, wie auch zuvor schon in Münster, das Publikum das Lied singen. Auf einmal ertönte in der Halle schallender Gesang von allen Seiten. Alle im Einklang miteinander und die Band, vorne auf der Bühne, am zuhören. Anders als in Münster jedoch schaffte es das Publikum bis zum Ende des ersten Refrains. Es klang unglaublich und an meinem Körper stellten sich die Haare auf. Auch, wenn das Konzert nicht ausverkauft war, schlich sich durch die Halle eine einzigartige Energie. Ganz ruhig und textsicher sangen alle zusammen die Lines der neusten Kraftklub Single und als es zum Chorus kam, fingen alle an zu tanzen und zu feiern, wie als wenn die Band das Lied vorne auf der Bühne gespielt hätte. Auch die Band war überrascht von den Emotionen, die hoch kamen und konnten sich die Verwunderung, das Grinsen und das Stolz-sein nicht verkneifen. Alle fünf Jungs hatten ein breites grinsen auf dem Gesicht und das spürte auch das Publikum und gab immer mehr. Ich war bereits auf vielen Konzerten, doch so etwas hatte ich bis dahin noch nie erlebt. Als das Publikum den Chorus beendet hatte fing die Band an, dass Lied anzuspielen, bevor sie wieder die Bühne verließen und sich auf den Weg zur B-Stage machten. 
Foto: Philipp Gladsome

Das Publikum rief "Zugabe" und als die Band auf der zweiten Bühne erschien, ging das Gejubel wieder los. Alle hatten Lust auf mehr. Wieder fingen sie an mit "Ich will nicht nach Berlin" gefolgt von einer Ansprache von Felix bezüglich der politischen Situation in Deutschland - vor allem in Sachsen, wo die Band herkommt - bevor sie "Schüsse in die Luft" anstimmten und den B-Stage mit dem absoluten Stimmungsmacher "Randale" abschlossen. Wieder flogen Gegenstände durch die Luft bei Randale und ich war froh, dieses Mal nicht in Mitten der Masse zu stehen, sondern genug Platz zu haben, um runter zu gehen und hoch zu springen. 

Als letzten Song spielten sie wieder - nach "Blau" - Songs für Liam mit dem bekannten "Hey Jude" Snippet und einer ganz besonderen Überraschung mitten drin. Wie immer sang das Publikum laut, als Felix auf einmal eine Ansage startete und nach einer bestimmten Person im Publikum fragte. Plötzlich formte sich ein großer Kreis hinter mir, der jedoch nicht die übliche Moshpit Stimmung verbreitete. Die Erklärung lieferte Felix kurz danach. Jemand hatte ihm vor der Show geschrieben und wollte seiner Freundin auf dem Konzert einen Heiratsantrag machen, in mitten des Moshpits. Nachdem sie ja gesagt hatte, liefen alle aufeinander zu und die beiden wurden vom Publikum nach vorne transportiert, bevor das Konzert wieder ein Ende nahm. 

Mal wieder hat mich Kraftklub komplett begeistern können live und ich war froh, dass dies nicht mein letztes Konzert der Tour war. Ich war weniger verschwitzt aber genauso fertig und glücklich, wie in Münster, als ich aus der Halle raus ging. Ich machte mich auf den Weg zum Hauptbahnhof, wo ich noch zwei stunden auf meinen Bus in meine Heimatstadt (aus der ich gerade weggezogen bin) warten musste, um zu meiner bisher kleinsten Kraftklub Show zu gelangen, im Uebel und Gefährlich... 

Nachdem der liebe Casper vor kurzem sein neues Album "Lang lebe der Tod" veröffentlicht hat (Review hier) ging es wieder los auf Jagd. Was das heißt? Es ist wieder #catchcasper-Zeit, also die Zeit, in der Casper in verschiedenen Städten Deutschlands kleine Geheimkonzerte gibt und dafür Bänder verteilt, bevor es in einen kleinen, geheimen Club geht. Wer mich kennt weiß, dass ich ein riesen Fan von kleinen Clubkonzerten bin. Bereits 2015 war ich zusammen mit einer Freundin auf einem #catchcasper-Konzert (damals im Molotow auf der Reeperbahn) und auch dieses Jahr gingen wir wieder zusammen auf die Jagd. Doch was an dem Tag noch alles passieren würde wussten wir da noch nicht...


#catchcasper3 in Hamburg - 3.09.2017 

Ich bin schon relativ früh wach geworden und auch, wenn ich mich immer wieder hingelegt habe, bin ich doch nicht zur Ruhe gekommen, da Cassler in der Stadt war. Nachdem ich mich ungefähr 3 Stunden erfolgreich in meinem Bett hin- und her gedreht habe und immer wieder auf mein Handy geguckt habe, entschied ich mich gegen 11:30 Uhr aufzustehen. Ich schrieb der Freundin, mit der ich wieder zusammen zum Gratiskonzert irgendwo in der Hansestadt gehen wollte und wir machten 14 Uhr aus, um uns zu treffen. Ich frühstückte also, zog mir meine Klamotten an und machte mich irgendwann auf den Weg um meine Freundin und ihre Mutter zu treffen, die dieses Jahr auch mit zum Konzert wollte.

Casper hatte in den letzten Wochen an zufällig ausgewählte Leute, die in den letzten paar Jahren auf krasserstoff.com etwas bestellt hatten, Einladungen verschickt. Diese Einladungen hatte er in Form von Karten, T-Shirts, Zeitungsanzeigen, uvm. verschickt. Meine Freunde und ich gingen leider leer aus, weshalb wir auf die letzten paar Bänder, die kurz vor dem Konzert verteilt wurden, hofften.

Nach kurzem reden entschieden wir uns dafür, Richtung Feldstraße zu fahren, da man von dort überall schnell hinkommt im Bereich St.Pauli/Innenstadt. Kurze Zeit, nachdem wir uns in Ruhe vor das Knust gesetzt hatten, kam ein Freund von mir vorbei und erzählte uns, dass die Bändchenausgabe wohl direkt bei uns in der Nähe stattfinden würde. Da Casper am frühen Vormittag ein Video gepostet hatte, indem er von "Hamburg Rockcity" sprach, gingen viele davon aus, dass dort im RockCity Hamburg e.V. die Bänder verteilt werden würden. Die Freude, die in diesem Moment in uns hoch kam war unbeschreiblich. Wir warteten noch auf eine weitere Freundin von mir und machten uns dann alle zusammen auf den Weg zum RockCity, ca. 200m von uns entfernt. Als wir dort ankamen erblickten wir mehrere Casper Fans in Merchandise und mit lauter Musik und wir dachten, hier müssten wir richtig sein. Es war circa 15 Uhr als wir uns dort hinsetzten, also knapp eine Stunde vor der Bändchenausgabe.

16 Uhr - das spiel beginnt: Um 16 Uhr, als wir schon ruhig in einer schlange vor dem Verein standen, klingelten mehrere Handys und alle bekamen die selbe Benachrichtigung von Twitter: "HAMBURG! wir haben noch 150 karten! kommt jetzt zu den 'tanzenden türmen', Reeperbahn 1! wer zuerst kommt, ist dabei. #catchcasper3". In allen stieg direkt die Panik hoch. Zwar war die Reeperbahn nicht weit entfernt, doch wussten wir alle auch, dass dort auch viele Fans auf die Bänder warten werden und vor uns da sein werden. Viele rannten direkt zur U-Bahn auf der anderen Straßenseite, da man von der Feldstraße aus nur eine Station fahren muss, um bei der Reeperbahn anzukommen. Wir hingegen entschieden uns zu Fuß zu gehen. Normalerweise auch kein weiter Weg, nur in dem Moment eine halbe Weltreise. Wir kamen ca. 10 Minuten nach der Ansage von Casper an und uns erwartete eine große Menschenmasse. Wir hofften weiter, doch kurz bevor wir unsere Bänder bekommen hätten, sind sie ausgegangen.

Naja, nicht runterziehen lassen war unser Motto und so kauften wir uns was zu Trinken und setzten uns an die Seite, um das Spektakel mit den vor allem jungen, weiblichen Fans zu beobachten. So verbrachten wir ein paar Stunden und liefen dann ein wenig über die Reeperbahn, aßen was und holten uns noch ein Bier, bevor es wieder zurück ging. Als wir dort ankamen riskierte ich mal wieder einen kurzen Blick auf mein Handy und sah, dass mir eine Freundin geschrieben hatte, die Tickets für das Geheimkonzert gewonnen hatte. Ich öffnete die Nachricht und sie erzählte mir etwas von einer Schlange für Menschen ohne Bändchen. Sofort machten wir uns auf den Weg und stellten uns an eine kleine Schlange an, die dafür gedacht war, falls Leute auf der Gästeliste nicht kommen sollten, damit sie die Bänder an uns weitergeben konnten. Die Hoffnung stieg wieder an und damit ebenfalls meine Laune.

Wir standen noch ungefähr zwei stunden dort in der schlange, bis der Einlass der Leute mit Einladung vorbei war, bevor uns endlich ein Stein vom Herzen genommen wurde und unsere Schleuse geöffnet wurde, um uns rein zu lassen. Wir holten uns also unser schwarzes #catchcasper3 Bändchen und stiegen hinab in den unterirdischen Mojo Club, direkt auf der Reeperbahn. Wir hatten es geschafft.

Der Club war wesentlich größer als das Molotow von vor zwei Jahren, und es gab sogar einen Balkon von welchem man von oben aus die Show gucken konnte, doch wir wollten nach unten und machten uns so auf den Weg die Treppen hinab. Der Club war ziemlich heiß direkt als wir rein kamen, doch das war in dem Moment völlig unwichtig. Wir gingen noch kurz auf die Toilette und stellten uns dann unten in die letzte Reihe, von der man trotzdem noch die gesamte Bühne komplett im Blick hatte. Hinten an der Bühne hing ein schwarzer, großer Vorhang mit dem Cover von "Lang Lebe der Tod". Im Hintergrund lief lautstarke Musik. Kurz bevor das Konzert anfangen sollte (21 Uhr), kam laute Casper Musik aus den Boxen und die Spannung stieg.

Kurz nach 21 Uhr schallte dann laut der Anfang von "Alles ist erleuchtet" durch den Club. Sofort kamen in mir Erinnerung an die beiden Konzerte von Casper die ich beim Hurricane und Highfield Festival dieses Jahr gesehen habe hoch. Von der ersten Minute an sang der gesamte Club voller Casper-Fans mit und eine Welle der Euphorie ging umher. Weiter ging es mit zwei weiteren Single-Auskopplungen vom Album, nämlich "Sirenen" und "Keine Angst". Plötzlich schallte lauter Gesang von allen Seiten durch den kleinen, bereits verschwitzten Raum. Die Menge sprang während "Sirenen" wild hoch und runter, während der Bass durch den unterirdischen Mojo Club zischte. Es war, laut, stickig und klein. Alles, was ein Konzert für mich ausmacht.

Nachdem Casper die ersten drei Lieder gespielt hatte, ging es weiter mit sechs weiteren Songs vom neuen Album. Bevor es in Richtung Abschluss und Ruhe ging, haute er drei sehr starke Lieder von seinem Album raus, die viele, obwohl sie gerade erst rausgekommen sind, schon mitsingen konnten. Zu aller erst spielte er "Lass sie gehen", eines meiner persönlichen Lieblingslieder vom Album (obwohl ich mich da eigentlich nicht festlegen möchte). Auch wenn das Lied kräftig ist, bewies Casper uns, dass es noch kräftiger geht und machte weiter mit "Wo die wilden Maden graben", was schon mehr in Richtung Rock geht und den gesamten Club wieder zum auf- und abspringen bewegte. Von hinten, wo wir standen, konnten wir perfekt über, bzw. durch, das Publikum gucken und währenddessen immer noch die Bühne sehen konnten. Das Publikum war ein Pulk an Menschen, der gemeinsam sprang und sang, tanzte und genoss. Von unserer Position aus, konnten wir dies perfekt beobachten. Es war wunderschön, alle Arme in der Luft zu sehen und wie sie, wie eins, gemeinsam abgingen. Danach folgte Morgellon, was den Saal ebenfalls zum beben brachte.

Nun wurde alles ein wenig ruhiger und der Abend neigte sich dem Ende. Mit "Kündigung" und "Flackern, Flimmern" brachte Casper das Clubkonzert zum Abschluss. Plötzlich legte sich die Partylaune und das Publikum wurde ruhig. Der ganze Raum richtete seine Augen auf den Mann auf der Bühne, der mit viel Herz und Leidenschaft das auf die Bühne brachte, was er über ein Jahr lang perfektioniert hatte. In diesen ruhigen Minuten merkte man deutlich, wie sehr ihm das alles am Herzen lag und wie froh er doch war, die neuen Lieder endlich vor seinen Fans zu performen. Es war wunderschön und selbst in diesem Moment wurde ich von Glücksgefühlen durchflutet. Nach diesen beiden Liedern ertönte noch ein Mal der laute Bass im Raum und "Lang lebe der Tod" schallte durch den kleinen, zweistöckigen Club unter der Erde. Noch ein Mal konnten wir alles raus lassen bevor Casper und seine Band die Bühne verließen.

Aber ein Konzert wäre natürlich kein Konzert, wenn es keine Zugabe geben würde. Schnell kamen alle wieder auf die Bühne für drei weitere Songs - drei alte Songs. Es folgten "Ascheregen", "Auf und davon" und "Jambalaya", von seinen letzten beiden Alben. Der ganze Club fing an zu jubeln und alle sprangen wieder auf und ab. Für die letzten drei Lieder gaben alle Alles. Alle schwitzten nochmal und hatten die Zeit ihres Lebens, bevor die letzten Töne durch die Boxen ertönten und das Konzert endete. Casper machte noch einmal deutlich wie unglaublich dankbar er für unsere Geduld und auch für die positiven Reaktionen auf das Album ist. Er schien sichtlich erleichtert und allein das brachte mich zum lächeln und machte mich glücklich. Casper ist und bleibt einer meiner Lieblingsmusiker. Ob live oder auf Platte, man kann sich sicher sein, dass er mit Herz und Leidenschaft bei der Sache ist und für das lebt was er tut und das ist gut so.

#catchcasper3 war ein wundervolles Erlebnis und ich hätte es mir nicht besser vorstellen können, doch nun muss ich mich erstmal bis Ende November gedulden, bis ich ihn in Leipzig wieder live sehen werde. Ich zähle schon die Tage.

Quelle: casperxo.com
Lange haben die Fans (mich eingeschlossen) drauf gewartet. Gehofft und gebetet, dass jedes neue Releasedatum das Endgültige ist. Dementsprechend groß war die Freude, als es endlich feststand - das neue Casper Album würde am 01.09.2017 erscheinen, fast ein Jahr später als eigentlich geplant. Nachdem Casper mit dem anfänglichen Endergebnis nicht zufrieden war, schob er sein Album auf und die Fans mussten sich mit immer neuen Erscheinungsdaten anfreunden, bis jetzt. Nun ist das Album "Lang lebe der Tod" endlich da und eins will ich vorab schon sagen: Das Warten hat sich gelohnt!

"Lang lebe der Tod" besteht aus 10 Liedern, die sich sowohl mit der gewohnten 
Selbstkritik Caspers, als auch der Gesellschaft beschäftigen. Vorab hatte der deutsch-amerikanische Rapper bereits vier Songs seines neuen Albums veröffentlicht, die ein kleiner Vorgeschmack auf das vollendete Werk waren. Mit der gleichnamigen Single "Lang lebe der Tod" hatte Casper seine Fans bereits 2016 etwas komplett neues hören lassen. Auch die anderen drei Lieder, die er uns in den vergangenen Monaten präsentierte, waren etwas Neues aber auch Altes. 

Doch genug Rumgequatsche. Kommen wir nun zu dem, weshalb wir alle hier sind - die neuen Lieder, der neue Sound, das worauf Deutschland fast ein Jahr lang gewartet und es nun endlich bekommen hat - Das neue Casper Album. Bereits seit heute Nacht um 12 Uhr ist das Album auf allen Streaming-Diensten, wie Deezer oder Spotify verfügbar. Auch ich habe natürlich direkt heute Morgen, nach dem Aufstehen in das Album reingehört, während ich in der Bahn Richtung Hamburger Innenstadt, auf dem Weg zur Arbeit war. Ich fing an mit den Liedern, die Casper nicht vorab veröffentlichte, da ich gespannt war, wie die restlichen 6 Lieder klingen. Bald merkte ich, dass die Bahn nicht der beste Ort war, um mir ein Bild über das Album zu machen, also höre ich in diesem Moment das Album und schreibe runter, was ich davon halte. 

Wer Casper schon länger hört weiß, dass er sich viel mit seinen eigenen Problemen in seinen Liedern beschäftigt. Oftmals macht seine Musik deshalb einen sehr depressiven Eindruck auf viele Menschen. Auch auf der neuen Platte zeichnet sich dies in manchen Songs ab. In "Keine Angst" geht es so darum, dass er nichts mehr fühlt und komplett alleine dasteht. Ein wenig positiver wird das Lied durch den Chorus in dem Drangsal aufmuntert, indem er sagt, dass nichts so bleibt wie es momentan ist. Dadurch regt das Lied, trotz einer eigentlich traurigen Geschichte doch zum nach vorne schauen an und spaltet sich ein wenig von der gewohnten traurigen Stimmung Caspers ab. Auch wenn in dem Lied wieder eine gewisse gewohnte Selbstkritik liegt ist es etwas Neues. Doch es gibt auch wieder Songs auf der Platte, die gewohnt ruhig und traurig sind, schon fast an XOXO-Zeiten erinnern, durch Songs wie "Meine Kündigung", die sehr ruhig sind und sich durch einen tiefgründigen Text auszeichnen, indem der Rapper sich öffnet und davon erzählt, dass er sich müde fühlt und weg möchte. 


Quelle: laut.de
Doch "Lang lebe der Tod" besteht nicht nur aus trauriger Selbstkritik, sondern beschäftigt sich ebenfalls mit der heutigen Gesellschaft, an der der Rapper viel zu kritisieren hat. Dies wird besonders deutlich in Liedern wie "Lass sie gehen", in dem er sich mit dem Musikbusiness auseinandersetzt und erzählt dass ihn sowohl Medienleute als auch andere Musiker in ihrem rücksichtslosen Verhalten aufregen oder "Morgellon", welches davon handelt wie man sich heutzutage in seine eigene Blase einschließt und sich von Medien leiten lässt. Casper spricht davon, dass er aufgewacht sei und sich nicht mehr steuern lässt von Politik und Medien. Auch "Alles ist erleuchtet" zählt zu diesen Liedern. Hier beschäftigt er sich mit dern Ignoranz der heutigen Gesellschaft.

Auch musikalisch ist das Album etwas Neues. Hat Casper seine Musik früher mit schönen und ruhigen Melodien im Hintergrund begleiten lassen, geht es in dem Album mehr um Stärke. Besonders die ausdrucksstarken Songs wie "Sirenen", "Morgellon" und " Wo die wilden Maden graben" werden die wertenden Lyrics durch kräftige Sounds im Hintergrund gestärkt, die die Lieder energischer wirken lassen. Durch diese Stärke in den Melodien werden die Kritiken, die der Musiker äußerst, klarer und willensstärker rüber gebracht. Die ruhigen Songs zeichnen sich durch beruhigende, fast friedliche, Melodien aus. Diese Melodien setzen sich in Gegensatz zu den Texten. So setzt sich Casper in Liedern wie "Meine Kündigung" und "Flackern, flimmern" mit beunruhigenden Problemen auseinander, die in seinem Kopf herumschwirren, während die Musik im Hintergrund einen zur Ruhe kommen lässt. 

Ich habe mich vom ersten Mal hören des Albums an den gesamten Tag mit den neuen Liedern, den Texten und ihrer Message auseinandergesetzt. Ich habe viel erwartet und viel bekommen. "Lang lebe der Tod" zeigt eine Seite von Casper, die deutlich macht, dass er gewachsen ist. Zwar ist das Album noch geprägt von vielen negativen Dingen, doch schafft er es, diese kräftig und ruhig beim Hörer ankommen zu lassen. Casper beschäftigt sich noch viel mit sich selber, was vielleicht auch der Grund ist, weshalb die Fans so lange auf das Album warten mussten, doch hat sich das Warten gelohnt. Ich bin vollkommen zufrieden, mit dem, was er auf die Beine gestellt und jetzt endlich veröffentlicht hat. Casper hat es, meiner Meinung nach, geschafft, starke Lieder in Einklang mit ruhigen, gar schon traurigen Liedern zu vereinigen. Das Endprodukt ist ein kräftiges Album, das zum nachdenken anregt und einen weiteren Einblick in Benjamin Griffey bringt, der jetzt hoffentlich ebenso zufrieden mit dem Album ist, wie seine Fans. 

Heute habe ich mal wieder einen Post für meine deutschen Leser, über das Kosmonaut Festival 2017 in Chemnitz. Das Kosmonaut Festival ist ein zweitägiges deutsches Musikfestival, welches am  Stausee Oberrabenstein bei Chemnitz stattfindet und 2013 von den Mitgliedern von Kraftklub gegründet wurde, die selber in Chemnitz großgeworden sind. Das Festival setzt sich zusammen aus vielen deutschsprachigen Acts, aber auch vielen Alternativen und Elektronischen Musikern und bietet somit eine breite Fläche an Musik, für quasi jedermann. Dieses Jahr hatte ich die Ehre eine Pressekarte für das Festival zu bekommen und zusammen mit ein paar Freunden zwei wunderschöne Tage am Stausee zu verbringen.


Donnerstag, 15.06.2017: 11 stunden Anreise, here I come 

Von Hamburg nach Chemnitz ist es ja bekanntlich relativ weit, und vor allem, wenn man nur wenig Geld hat. Da ich mit all meinem Festivalgepäck nur schlecht in den FlixBus einsteigen konnte, der nebenbei auch noch relativ teuer war, musste ich mich nach der billigsten Bahnverbindung umschauen. 29€ schienen da perfekt zu sein und passten nebenbei auch noch super in mein Budget, doch gibt es bekanntlich an so gut wie allem ein Manko und das war in diesem Fall die Zeit der Anfahrt: 11 stunden bis zum Chemnitzer Hauptbahnhof. Ich würde also um 20:34 Uhr den Zug in Hamburg nehmen und morgens um 7:25 Uhr ankommen, so weit alles gut läuft. Naja, aber etwas anderes blieb mir nicht übrig, also buchte ich die Fahrt und machte mich Donnerstag Abend auf den Weg zum Festival, mit 4 stündigem Aufenthalt in Dessau. Ich nahm meine Sackkarre, meinen Rucksack, Schlafsack und mein Zelt, stieg in die Bahn und war auch schneller als gedacht, um 8:25 Uhr, in Chemnitz - nachdem ich in Dessau vier stunden lang Netflix geguckt hatte und in Leipzig eine stunde lang nach dem Schienenersatzverkehr Ausschau gehalten habe. Am Chemnitzer Hauptbahnhof angekommen, musste ich jetzt lediglich noch auf den Shuttle-Bus zum Festival warten, bevor ich mir endlich mein Bändchen holen und mich mit meinen Freunden aus Berlin treffen konnten, die ungefähr zur selben Zeit ankamen wie Ich .


Freitag, 16.06.2017, Tag 1 

Endlich am Festival angekommen, traf Ich mich mit meinen Freunden, die das Camp schon größtenteils aufgebaut hatten. Die Sonne schien und ich war froh, endlich mal einem Festival entgegen zuschauen, auf dem es nicht ständig regnet und/oder gewittert. Ich hab mein Zelt aufgebaut, eingerichtet und mich mit einem Bier und etwas zu essen - da ich seit Nachts um 1 nichts mehr gegessen hatte - unter den Pavillon gesetzt und mich auf mein erstes Festival 2017 gefreut!

Gegen 15:00 Uhr machten wir uns langsam auf den Weg zum Festivalgelände, um uns BLOND und danach Leoniden anzugucken, die beide eine super Show abgeliefert haben! Auch wenn es zwischendurch ein wenig geregnet hat, blieb die Stimmung gut und mein Herz ging auf, als ich endlich auf dem Gelände war und wieder von der einen zur nächsten Bühne laufen konnte. Wir blieben noch ein wenig auf dem Gelände, haben uns an den See gesetzt und uns alles ein wenig angeguckt, bevor es noch kurz zu Von Wegen Lisbeth, einer deutschen Indie-Pop Band aus Berlin, ging und dann wieder zurück zum Campingplatz, der nicht weit vom Gelände entfernt war. Dort blieben wir ungefähr 2 stunden, bis auf der Atomino Bühne Maeckes und die Katastrophen anfingen.

Es war relativ warm und nieselte kurz bevor das Konzert anfing, doch das störte uns nicht. Meine Freunde und ich gingen etwas weiter rein in die Menge, die sich vor der kleinen Bühne versammelte und mit der Zeit immer größer wurde. Uns blieben noch ein paar Minuten, als ich mich entschied etwas weiter an die Seite vom Geschehen zu gehen und mir das Konzert in Ruhe anzugucken. Also ging ich raus aus der Mitte der Masse und traf auch nach kurzer Zeit schon andere Freunde von mir, mit denen ich dann das Konzert genoss. Maeckes kam auf die Bühne in seinem gelben Anzug und lieferte eine mega Show an, obwohl die Bühne sehr klein war. Das Publikum war super gelaunt von der ersten bis zur letzten Minute sprangen alle und hatten Spaß. selbst bei mir an der Seite wurde genau so sehr gesprungen, gesungen und getanzt wie in der Mitte des Publikums. Nach dem Konzert entschieden eine Freundin und ich uns noch kurz bei den Editors auf der Hauptbühne vorbeizuschauen, die nicht weit von der Atomino Bühne entfernt war, was uns vieles erleichterte. Als wir ankamen, waren wir immer noch fertig von dem vorherigen Konzert, weshalb wir uns an den Strand direkt neben der Bühne setzten, auf den Kosmonaut Schriftzug schauten und uns nebenbei ein wenig unterhielten.

Kurz danach gingen wir wieder zum Campingplatz, um ein wenig zu entspannen, während einige aus unserem Camp zur Autogrammstunde von Maeckes gingen. Sonderlich lange blieben wir nicht bei unseren Zelten, da wir noch zu Deichkind wollten, die auf der Hauptbühne ihren großen Auftritt hatten. Auch wenn ich Deichkind mit ihrer Show schon mehrere Male gesehen hatte, freute ich mich auf ihren Auftritt, da die Band immer abgeht zusammen mit dem Publikum.

Deichkind hatte bereits angefangen zu spielen als wir bei der Bühne ankamen und wir stellten uns etwas weiter hinten hin und fingen an zu tanzen. Auch hinten haben wir noch alles verstanden, konnten mitsingen und, da wir hinter dem FOH standen, hatten wir viel Platz zum durch die Gegend springen und Zeit genießen. Nachdem das Konzert vorbei war wollte ich mich noch für einige stunden zum Campingplatz begeben und Nachts zu Hayiti und Drunken Masters gehen, die auf der Aftershow Bühne von 1:30 Uhr - 3 Uhr morgens spielen sollten, doch dafür war ich schon zu müde und so blieb ich bei den Zelten und ging irgendwann schlafen.


Samstag, 17.07.2017, Tag 2 - ein Weckdienst der besonderen Art


Wer mich kennt weiß, dass ich sehr viel Schlaf brauche und morgens erstmal unerträglich bin und so war ich sehr verwirrt als ich morgens auf einmal eine laute stimme auf dem Campingplatz hörte. Ich hatte keine Ahnung wie spät es war, ob ich was verschlafen hatte oder mir alles nur einbildete. Nach kurzer Zeit realisierte ich, dass es die stimme von Felix von Kraftklub war die laut durch ein Mikrofon schallte und uns um 7:30 Uhr weckte. Einige Sekunden später hörte ich auch schon die ersten Töne aus Instrumenten und sprang aus auf meinem Zelt, um mir das Gratiskonzert von einer meiner Lieblingsbands anzugucken - Ich glaube so schnell war ich noch nie um 7:30 Uhr aus meinem Bett gesprungen. Die Band fuhr in einem Wagen über den Campingplatz und spielte Lieder, als etwas anderer Weckdienst. Alle Leute um mich herum sahen genau so verschlafen aus, wie ich mich gefühlt habe und hatten trotzdem alle ein Lächeln auf den Lippen und fingen Moshpits an.

Nachdem die Band über den gesamten Platz gefahren war gingen wir zurück zu unserem Campingplatz und setzten uns in unsere Campingstühle, da wir nicht mehr schlafen konnten, nach dieser morgendlichen Tanzeinlage.

Am zweiten Tag hatten wir ein wenig mehr Zeit bevor wir unsere ersten Acts sehen wollten, also machten wir uns einen schönen Vormittag/Nachmittag auf dem Campingplatz, mit Spaziergängen, Flunkyball-Runden und guter Musik, bis es um 17 Uhr Richtung Gelände ging, um SXTN zu sehen. Als wir am Eingang ankamen, war die schlange relativ lang und wir mussten ein wenig warten bevor wir rein konnten, weshalb wir nicht den gesamten Auftritt von SXTN auf der Atomino Bühne angucken konnten. Das Hip-Hop Duo aus Berlin legte eine super Performance hin und selbst meine Freunde, die deren Musik nicht so gut finden hatten Spaß und sind wie wild mit mir rum gesprungen und haben getanzt. Die sonne schien auf uns rauf und es war mega heiß, doch das war in dem Moment nicht wichtig und mein zweiter Tag auf dem Festival fand bei der Show einen perfekten start für ein paar aufregende und wunderbare stunden auf dem Gelände.

Nachdem die Show von SXTN ein totaler Abriss war und Spaß pur, ging es zum Essen kaufen. Da wir noch eine stunde Zeit hatten bevor Bilderbuch die Bühne betraten, nutzten wir die Zeit, um etwas zu essen und nochmal auf Klo zu gehen. Wir machten einen Treffpunkt am Strand aus und ich machte mich auf den Weg zu Vincent Vegan - dessen Food Truck ich bis dahin auf noch keinem Festival gefunden hatte dieses Jahr. Zurück am Treffpunkt, machten wir noch ein paar Fotos und gingen dann zu Hauptbühne, um uns Bilderbuch anzugucken. Bilderbuch sind eine Band aus Österreich, die vor allem durch ihren Hit "Maschin" bekannt geworden sind und seit dem auf etlichen großen Festivals in Deutschland auftreten. Ich hab Bilderbuch 2016 auf dem Lollapalooza das erste Mal gesehen und war damals schon begeistert von ihrer Show. Nun erwartete mich eine neue Performance, mit neuen Liedern von ihrem aktuellen Album "Magic Life". Ich wurde nicht enttäuscht. Bereits von der ersten Minute an versetzte die Band das Publikum mit ihren Liedern und ihren Charm in Partylaune, die auch bei uns ankam. Erneut war ich fasziniert von der Show, die die Band mit einfachen Mitteln - wie einem Hintergrund lediglich aus weißen Sneaker bestand und ein paar witzigen Sprüchen mit Österreicher Akzent und viel Lust am Musik machen - auf die Bühne brachte. Bilderbuch machen reine Tanzmusik und das spürten wir und so blieb auch bei uns keiner still stehen. Während der Show lernten wir einen 12-jährigen Jungen kennen, der genauso abging wie wir und den wir dann für den Rest des Abends bei uns aufnahmen und mit ihm feierten.

Nach der Show von Bilderbuch war es Zeit für AnnenMayKantereit, die ich ein paar Wochen zuvor bereits in Hamburg gesehen habe. Die Band kam auf die Bühne und als der Sänger Henning May mit seiner tiefen stimme die ersten Töne durch das Mikrofon sang, kam bei allen wieder gute Laune auf. Noch gehyped von dem Bilderbuch Konzert lieferten AnnenMayKantereit eine mindestens genauso tanzbare und gute Show ab! Wir tanzten, sangen und hatten alle gemeinsam viel Spaß, während der gesamten Show und ich war super froh, die Chance bekommen zu haben, über das diesjährige Kosmonaut Festival zu berichten.

Wir tanzten uns die seele aus dem Leib und warteten nach AnnenMayKantereit auf den geheimen Headliner, der jedes Jahr wieder erst bekannt gegeben wird, wenn er auf die Bühne kommt. Kurz bevor der Vorhang viel und wir herausfanden, wer der geheime Headliner war, kamen die Jungs von Kraftklub nochmal auf die Bühne und bedankten sich bei uns, dafür dass wir da waren und wünschten uns viel Spaß mit dem geheimen Headliner - der sich nach fallen des Vorhangs als Beginner herausstellte. Beginner sind ein Hip-Hop Trio aus meiner Heimatstadt Hamburg und mit ihrem Hit "Ahnma" landeten die Jungs letztes Jahr einen mega Hit, mit dem sie seitdem jede Show beginnen. Ich hatte Beginner dieses Jahr schon zwei Mal gesehen und ebenso meine Freunde, weshalb wir nicht lange blieben, bevor wir uns für ungefähr 2 stunden auf den Weg zurück zum Campingplatz machten. Wir blieben dort eine Weile in unseren Stühlen sitzen, während einige von uns schon schlafen gingen und machten uns dann um kurz vor 1 Uhr morgens zurück auf den Weg zum Gelände, um uns auf der Aftershow Bühne Trettmann anzugucken und dort noch ein wenig zu feiern. Wir verbrachten dort fast zwei stunden, bevor wir zurück zum Platz gingen und dort den Abend ausklingen ließen.


Sonntag, 18.06.2017 - Tag der Abreise

Am sonntag wurde ich relativ früh morgens von meinen Freunden geweckt, nachdem ich so tief geschlafen hatte, dass ich meinen Wecker nicht hörte. Endlich wach, packte ich meine sachen und saß noch ein wenig mit meinen Freunden zusammen, bevor ich den shuttle Bus zurück nach Chemnitz nehmen musste, um noch rechtzeitig nach Leipzig zu kommen und dort meinen FlixBus Richtung Hamburg und Heimat zu nehmen.

Ich war total kaputt und müde aber hatte eine mega tolle Zeit auf dem zweitägigen Festival, die ich um nichts in der Welt hergeben möchte. Es war ein kleines Festival, mit kleinen Bühnen und nur zwei Campingplätzen, doch genau das zusammen mit der wunderschönen Location machten es zu einem wunderschönen Festival, welches sich nicht durch Hektik auszeichnete, die man oft auf großen Veranstaltungen hat. Auch das Lineup und die Stimmung waren der Hammer und ich freue mich jetzt schon auf das nächste Jahr, wo ich auf jeden Fall wieder am start sein werde und mir zwei wundervolle Tage in Chemnitz machen werde.
Am Montag den 15.02.2016 ging es für mich und meine beste Freundin zum Deichkind Konzert in der Barclaycard Arena in Hamburg. 

Im September 2015 habe ich Deichkind das erste Mal auf dem Lollapalooza Festival in Berlin erlebt und war damals so erstaunt von der Stimmung, den Leuten und der Show, dass ich dieses Mal unbedingt wieder hin musste. Jedoch hatte ich am Tag des Konzertes immer noch kein Ticket für das Konzert und da ich, wie viele weitere Suchenden, heiß auf ein Innenraum Ticket war, gab ich mein Bestes und bekam nach langer Suche gegen Nachmittag endlich die Zusage für eine Stehplatz Karte. Also ging es für mich am Abend, zusammen mit Toni auf den Weg zur Arena wo ich meine Karte bekommen würde. Voller Elan und guter Stimmung warteten wir auf die Person mit meinem Ticket. 

Konzertbeginn war um 20 Uhr also gingen wir um ca. 19:40 Uhr rein, nachdem ich mein Ticket bekommen hatte. Normalerweise würde ich niemals erst 20 Minuten vor Beginn reingehen, jedoch hatten wir beim letzten Mal schon die Erfahrung gemacht in der Mitte angefangen zu haben und in der ersten Reihe aufgehört zu haben. Wie? Dazu komme ich später. 

Drinnen angekommen brachten wir unsere Sachen zu Gaderobe, machten nochmal Halt beim Getränkestand und begaben uns daraufhin wieder in das Untergeschoss, in den Innenraum, der nicht besonders eng gefüllt war, sodass wir ziemlich leicht nach vorne/mittig gehen konnten. Während also vorne auf der Bühne Musikvideos von alten Sängern und Bands (unter anderem auf David Bowie) an eine Leinwand projiziert wurden gingen wir immer weiter nach vorne. 

Gegen 20/20:15 Uhr gingen die Lichter aus und auf der Leinwand erschien in groß "DEICHKIND". In der Halle wurde es laut und das Konzert ging los, als sechs Männer mit großen, beleuchteten Pyramiden auf ihren Köpfern auf der Bühne standen und das Publikum zu jubeln anfing.

Da Toni und ich schon ein Mal gemeinsam bei Deichkind waren, wussten wir ungefähr wie die Show ablief und hatten uns schon Wochen vorher auf die vielen, großen Moshpits gefreut, welche wir nun verzweifelt suchten. Wir standen ziemlich in der Mitte vom Publikum, auf der rechten Seite und schauten bei jedem Lied in Richtung 1 - 4 Reihe, auf der Suche nach großen Kreisen und wild tanzenden Menschen. Nach ca. 5 Songs hatten wir diese dann endlich gefunden und machten uns sofort von mittig rechts auf nach vorne links, von uns aus gesehen. Als wir ankamen konnte das Konzert endlich richtig losgehen. 

Deichkind legte eine unglaubliche letzte Show hin mit aufwändigen Outfits, aber auch mit einfachen Requisiten wie Regenschirmen und Luftballons. Sie liefen durch das Publikum, ließen sich von uns in aufblasbaren Booten einmal durch die Menge tragen und brachten das Publikum mit ihrer Laune-Musik zum tanzen. Highlight war jedoch der Special Guest "Das Bo" mit denen sie ein paar Lieder zusammen sangen, unter Anderem auch "Roll das Fass Rein", bei dem sie mit Refugees Welcome T-Shirts und einer großen No Sexism, No Racism Flagge, in einem großen Fass, durch die Menge rollten.

Die Moshpits waren gewohnt groß und schwitzig. Die Fans prallten gegeneinander und ein Schweiß Geruch zog mir durch die Nase, während alle wie verrück zusammen sangen, grölten und riesige Kreise bildeten, bevor sie aufeinander zu rannten. Und wie beim Lollapalooza 2015 waren Toni und ich auch dieses Mal am Ende der 2 stündigen Show ziemlich weit vorne und standen in der zweiten Reihe, wo wir die letzten Lieder der Show unter viel Druck von hinten genießen und mit schreien konnten. 

Am Ende der Show und nach einer super langen Zugabe kam die gesamte Crew auf die Bühne und bedankte sich, zusammen mit Deichkind, für die wundervolle Tour, bevor sie alle von der Bühne gingen. Die Lichter gingen wieder an und langsam machten sich alle auf den Rückweg. 

Toni und ich holten unsere Sachen bei der Gaderobe ab und kauften uns noch ein Armband mit dem Spruch #PENNEROHNEGRENZEN drauf und machten uns auf den Weg zum Shuttlebus und somit auch nach Hause um wenigstens noch 5 Stunden Schlaf zu bekommen, bevor wir wieder zur Schule mussten. 

Abschließend kann ich sagen, dass auch dieses Deichkind Konzert eine unglaubliche Show war, die von Party Songs und wilden Moshs bis hin zu entspanntem stehen und tanzen bei "Porzellan und Elefanten" alles beinhaltete. Eine Show nach der man sich 2 Liter Wasser innerhalb einer Minute runterhaut und nach der man mit blauen Flecken und total übermüdet aber zufrieden ins Bett fällt und wie auf Wolken schläft. 

Nun zieht Deichkind sich erstmal zurück, spielt noch auf ein paar Festivals, aber wird größtenteils an ihrem neuen Album arbeiten, welches ich schon mit Freude erwarte.

Morgen geht es für mich dann ins Cinemaxx zur Premiere von "Der geilste Tag" mit Matthias Schweighöfer und Florian David Fitz, von welcher ich euch auch berichten werde. Und am 6.03.2016 sehe ich dann endlich The Neighbourhood zum zweiten Mal live sehen werde und sie auf noch 4 weitere Konzerte begleiten werde. Bis da hin wünsche ich euch alles Gute! 

Amina










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